Online-Geschäfte, Suchmaschinen, soziale Netzwerke: Kann man die Anonymität im Internet bewahren?

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Wie weisst mein Handy, dass ich im Internet das Laptop überwacht hatte?

Öfter und öfter muss man für Registrierungszwecke auf verschiedenen Webseiten genaue Daten –  den Namen und Vornamen sowie Ausweisdaten – angeben und Handynummer und Email-Adresse verifizieren. Warum passiert so was und womit bedroht es uns, kann man dem entgehen und wenn ja wie?

Wir wollen ganz offen reden. Nach den Offenbarungen von Snowden und den Untersuchungen von WikiLeaks kann niemand auf  eine absolute Datengeheimhaltung hoffen. Um dem zu entgehen, müsste man auf das Internet, die sozialen Netzwerke und Handys verzichten.

Wäre es ohne Internet dann besser? Wenn man wegen der erwünschten Anonymität sich nirgends  vorstellt, keinem seinen Ausweis zeigt und niemals öffentlich auftritt. Aber wenn Sie sich erstmal daran gewöhnt haben, alle Einkäufe und Dienstleistungen mit dem Handy zu bezahlen, ihren Facebook-Feed zu lesen und Ihre Bilder auf Instagram zu veröffentlichen, wird alles komplizierter.

Woher wissen sie das?

Sie haben ein Gerät, das mit dem Internet verbunden ist. Sie nutzen es meistens von zu Hause oder im Büro, oder vielleicht an beiden Plätzen. Der Internetzugang ist von speziellen Dienstleistern (Internetanbietern) bereitgestellt. Um einen Vertrag mit dem Internetanbieter abzuschliessen, haben Sie Ihre Daten (Ausweisdaten, Adresse und andere Einzelheiten) bekanntgegeben. Machen Sie sich keine Sorgen, Ihr Arbeitgeber hat auch einige Daten angegeben, damit es dem Wi-Fi im Büro zur Verfügung steht.  Auf diese Weise benutzen Sie täglich das Internet von einer oder zwei IP-Adressen.

Es gibt Online-Services, wo man Informationen über jeden Nutzer mittels seiner IP-Adresse bekommen kann: man kann da den Namen, Email-Adresse, Telefonnummer erfahren. Jedesmal, wenn Sie eine Webseite abrufen, übergibt der Browser dem Service einen kleinen Datenteil, der Cookie heißt.

Сookies sind keine Programme, oder Computerviren, und auch keine Spione. Selber machen sie nichts. Das ist nur ein einzigartiger Zeichensatz , welcher auf dem Computer und auf dem Server gespeichert ist und somit hilft, Sie als einen Nutzer zu identifizieren. Er hilft auch, Ihre Passwörter auf oft besuchten Webseiten und Applikatioen aufzubewahren.

Online-Geschäfte, Suchmaschinen, soziale Netzwerke wissen Bescheid von Ihrer Anfragegeschichte dank dieser Zeichensätze. Erinnern Sie sich jetzt, Ihre Handynummer ist mit Ihrer Email-Adresse verbunden und Ihre Email-Adresse ist mit Ihrem Profile in dem sozialen Netzwerk verbunden. Man muss sich dann nicht wundern, dass Ihr Handy all Ihre Geheimnisse kennt, die Sie Ihrem Laptop anvertraut haben.

Sie können zwar der bestimmten Webseite oder den Webseiten allgemein verweigern, Cookies zu senden. Aber dann werden auch einige Funktionen aller Wahrscheinlichkeit nach Ihnen unzugänglich.

Wer sind alle diese Leute?

So, wer sammelt unsere Angaben im Internet und warum? Hier sind einige Gruppen, die in absteigender Reihenfolge zugeordnet sind.

Absatzforscher. Die überwiegende Mehrheit der im Internet gesammelten Daten wird als Statistik verwendet. Basierend auf ihrer Analyse wird zielgerichtete Werbung geschaltet.

Rechtsschutzorgane. Während der Strafverfolgung oder bei der Vorbeugung von Straftaten können Mitarbeiter der Polizei,  der Staatsanwaltschaft und der Geheimdienste einen Zugang zu den privaten Daten von dem Internetanbieter bekommen.

Spezielle Service mit kostenpflichtigen Dienstleistungen.  In diesem Fall werden die Nutzerdaten nicht geheim gesammelt. Im Gegenteil, es ist alles absolut durchsichtig: um die Möglichkeiten der Webseite auszunutzen, muss man sich erstmal registrieren lassen und alle angegebenen Daten verifizieren (bestätigen). Dazu gibt es zwei Gründe:

  1. Es gibt eine Reihe von Forderungen, die der Staat den Anbietern der kostenpflichtigen Dienstleistungen stellt. Nutzerdatenverifikation ist eine von dieser Forderungen.
  2. Kartenzahlung, Warenlieferung, Statusbenachrichtigung über SMS-Versand – alle diese Bequemlichkeiten kann man anonym den anonymen Nutzern nicht gewährleisten. Und das beruht auf Gegenseitigkeit. Nehmen Sie einfach diese Tatsache an, Sie werden überall nach der Datenbestätigung gefragt, wo Sie sich selber über die Lizenzen und Zertifikate vergewissern können.

Betrüger. In der Regel interessieren sich diese nur für Bankkarten, E-Konto, Handynummern und deren Bilanz. Ihre private Geheimnisse sind von keinem besonderen Interesse für sie. Übrigens wenn man Ihnen anbietet, kostenfrei und schnell einen Film, Musik oder E-Buch mit Angabe Ihrer Telefonnummer herunterzuladen, ist das kein kostenpflichtiges Services, sondern das sind Anzeichen für Mogler.  Aller Wahrscheinlichkeit nach werden Sie auch mit der gewünschten Datei auch ein spezielles Programm herunterladen, mit dessen Hilfe man auch das Geld vom Handy überweisen oder ein Account in dem sozialen Netzwerk knacken kann.

Neugierige. Aktives Mitmachen an der Internet-Gesellschaft, die zum Beispiel einer bekannten Fernsehserie gewidmet ist, verspricht ein buntes virtuelles Leben. Man bekommt eigene Bewunderer aber auch Feinde. Manche werden Sie einfach besser kennenlernen wollen, aber andere wollen Ihnen auch böses. Und das kann Ihnen am meisten schaden. Denn wir bewahren unsere kleine Geheimnisse nicht vor den Verschwiegenen, sondern vor den Plaudertaschen.

Warum braucht man heute die Anonymität?

Anonymität ist ein Luxus des Internets aus dem Ende der Neunziger – Anfang der 2000er. Das war die Zeit, als in LJ und in anderen ähnlichen Bereichen sich  populäre Blogs sich ergaben, deren Autoren, die bedeutende Menschen im realen Leben waren, sich unter Nicknamen verborgen hielten, um unerkannt zu sein. Damals haben Tausend Follower bedeutet, der Autor ist  beliebt und charismatisch. Und Hunderte von Bewunderern haben davon geträumt, ihn kennenzulernen aber konnten nicht erfahren, wie irgendein bigMaxoder  Joker_67 in der Realität  aussieht.

Heute ist alles ganz anders. Die Internet-Nutzer haben in das Anonyme kein Vertrauen mehr. Autoren welche weder ihren Namen noch ihr Gesicht verbergen sammeln in Blogs Zehn-oder gar Hunderttausende Follower. Es könnte durchaus  sein, dass die geheimvollen Genies Banksy und Satoshi Nakamoto die Blicke des blasierten Publikums nicht auf sich gelenkt hätten, wenn sie erst 2017 aktiv gewesen wären.

Was die Internet-Werbung betrifft, die kann man ganz einfach mit bestimmten Programmen begrenzen. Das Interesse von den Rechtsschutzorganen ist auch nicht so schlimm. Falls Sie ein Deliquent sind, verzichten Sie einfach auf Ihre bösartigen Pläne und die Geheimhaltung der Daten wird Ihnen keine Sorgen mehr machen. Und wenn Sie ein gesetzestreuer Bürger ist, denken Sie einfach daran, was Sie auswählen würden,  die Anonymität oder die Sicherheit.

Sicherheitsmaßnahmen

Abgesehen von all dem oben genannten, gibt es aktuelle Gründe, um alle privaten Daten oder einen Teil davon, im Internet geheim zu halten. Das kann eine geschäftliche Notwendigkeit sein, wenn die Arbeit mit dem Geschäftsgeheimnis verbunden ist. Oder das können Sorgen sein, ein Opfer von Betrügern zu werden. Oder es kann die Wahl eines Menschen sein, der nicht will, dass man ihn überwacht. Deswegen haben wir eine Liste von den zugänglichen Maßnahmen zusammengestellt, die helfen werden, Anonymität im Internet zu bewahren.

Einfachste Mittel

Beachten Sie die Internet-Aktualisierungen, besonders die Aktualisierungen der Geheimhaltungspolitik der Webseiten und Applikationen. Die Studien weisen nach, daß die Leute behaupten, sie schätzen die Geheimhaltung und währenddessen vernachlässigen sie diese und drücken auf den Button “Zustimmen” ohne zu lesen, welchen Inhalt Sie zustimmen.

Teilen Sie Ihre Präsenz im Internet in private und öffentliche auf. Dafür erwerben Sie eine zusätzliche SIM-Karte und erstellen Sie einige Email-Adressen für verschiedene Accounts.

Schaffen Sie komplizierte Passwörter und verwenden Sie niemals das gleiche Passwort für mehrere Webseiten. Bewahren Sie keine Passwörter auf dem Computer weder in E-Mail-Ordner noch im Cloud noch als einfache Word-Datei. Der beste Platz für die Passwörter ist ein Blatt Papier in einer Schublade.

Einfache Mittel

Wählen Sie internationale E-Mail-Servers, Suchmaschinen und Startseiten und nicht die inländischen Services.

Gehen Sie öfter ins Internet von verschiedenen Anschlussstellen, damit sich die IP-Adressen ändern. Da passen Internet-Cafes, kostenfreies Wi-Fi in Restaurants und ähnliche Plätze ganz gut hinein.

Technische Mittel

Proxy-Server ist ein kostenpflichtiger Service, welcher beim Anschluß alle Nutzeranfragen bekommt. Und der Proxy-Server wird die Anfragen weiterleiten. So ist es schwer zu entnehmen, wer von den Proxy-Server-Nutzern welche Webseiten abgerufen hat.

Virtual Private Network (VPN) ist ein kostenfreies oder ein kostenpflichtiges Tool. Ein kryptischer Kanal, welchen der Nutzer auf seinem Computer einstellen kann. VPN lässt die einkommenden und ausgehenden Daten verbergen, darunter IP.  Das populäre kostenlose Anonymizer ZenMate stellt VPN für Chrome-Nutzer bereit.

Der namenlose Browser ist eine spezielle Software. Bei der Verwendung von dieser Software geht jede Anfrage durch eine Kette von Proxy-Servern. Der bekannteste Browser ist TOR.

Das sind natürlich nicht alle Maßnahmen, um die Daten geheim zu halten. Und ein Teil von diesen Maßnahmen ist in manchen Ländern verboten. Aber wenn Sie im Prinzip die Geheimhaltung Ihrer Daten brauchen, seien Sie konsequent. Wenn Sie sich einmal mit Ihrem privaten Spitznamen von Ihrerer öffentlichen Adresse einloggen, können Sie in dem Schutz Ihrer Daten nicht mehr sicher sein.

Die Aufrechterhaltung von den Maßnahmen, wovon wir Ihnen erzählt haben, kann Ihnen helfen, die Anonymität im Internet so lange wie es möglich ist zu behalten. Aber seien Sie bereit, irgendwann müssen Sie darauf verzichten. Internet der Dinge, neue Fähigkeiten der sozialen Netzwerke und Online-Geschäfte kommen schon in unser Leben und früher oder später können wir ihnen nicht mehr entgehen.

Und was wird dann mit den Geheimnissen passieren? Genau so wird es, wie es vor dem Internet und vor dem Leben in den heutigen Großstädten war. Die Leute leben im Blickfang von den anderen und ein unbeschwertes Gewissen ist viel wert.

Quellen: https://platincoinsite.blog / https://blog.platincoin.com/de/category/technologies / Coin Netzwerk go4platin

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